In diesem Beitrag, „Kihon-Waza – Grundlagenforschung“, gebe ich einen Einblick in die grundlegenden technischen Inhalte des Aikido. Wir erkunden die verschiedenen Methoden der Übungsformen, werfen dann einen Blick auf die „Forschungsmöglichkeiten“ von Soloübungen und befassen uns abschließend mit der Bedeutung von Bewegungsmustern und Körpergedächtnis.

Kihon-Waza (jap.) bezeichnet im Aikido zunächst bestimmte grundlegende Kampf- und Angriffstechniken sowie die Methoden des Übens. Mit Hilfe der definierten technischen Formen lassen sich Bewegungsmuster erstellen, die sich mit der Zeit immer stärker ins Körpergedächtnis*) einprägen. Hieraus sind sie dann ohne bewußtes Handeln verfügbar, wenn bestimmte Situationen es erfordern.

*)   Siehe hierzu den lesenswerten Beitrag von Prof. Dr. Dr. Thomas Fuchs – Ein Gespräch über das Leibgedächtnis (Körpergedächtnis). Veröffentlicht auf der Webseite des Feldenkrais-Verbandes Deutschland in der Reihe „Experten- und Fachbeiträge“.

Eine überragende Rolle spielt die mit dem Kihon-Waza eng verbundene begleitende Geist-Körper-Arbeit bei der Transformation des Alltags-Körpers zum Aiki-Körper.

Teilbereiche des Aikido

Vorab ein Überblick über den technischen Umfang des Aikido, der sich grob in drei Bereiche unterteilen lässt:

  • Tai Jutsu – alle im Aikido praktizierten Körpertechniken ohne Waffengebrauch.
  • Aiki-Ken – die den Prinzipien des Aikido gemäße Handhabung des Samuraischwertes in einer Nachbildung aus Holz (Bokken)
  • Aiki-Jo – die den Prinzipien des Aikido gemäße Handhabung des Stockes (Jo).

Buki-Waza ist die Bezeichnung für die waffenbezogenen Übungen des Aiki-Ken und Aiki-Jo. Suburi ist die Kennzeichnung für Grundbewegungen

  • mit dem Schwert (Bokken) → Ken-Suburi;
  • mit dem Stock (Jo) → Jo-Suburi.

Diese technischen Teilbereiche leiten sich aus den traditionellen Wurzeln des Aikido her und bilden eine untrennbare Einheit. Wobei Buki-Waza mittlerweile in einigen Lehrerorientierungen nur noch nur am Rande unterrichtet wird, wenn überhaupt. Was dazu führt, dass Übungsleiter aus solchen Schulen wenig bis gar nicht für eine Weitergabe qualifiziert sind.

Kihon-Waza – die Basics

Mit dem Begriff „Kihon-Waza“ wird im Aikido der „Rahmen“ für definierte grundlegende waffenlose Kampftechniken des „Tai Jutsu“ (Körpertechniken) bezeichnet. Einen für die gesamte Aikidowelt verbindlichen und einheitlichen Katalog für Anzahl und Ausführung gibt es allerdings nicht.

Die Kihon-Waza-Basics bestehen aus fünf grundlegenden Wurftechniken (Nage Waza) und fünf grundlegenden Haltetechniken (Katame Waza).

Als Angriffsmethoden sind 16 grundlegende Griff- und Schlagtechniken festgelegt.

   Grundlagen sind nicht alles,
 aber ohne Grundlagen
ist alles nichts! 

Methoden der Übung

Aikido ist weder als Wettkampfsport noch als Nahkampfmethode konzipiert. Für den religiös-spirituellen Gründer Morihei Ueshiba (1883 – 1969) war seine Schöpfung Aikido der „Weg der Götter“. Er wurzelt zwar in den Kampfmethoden der traditionellen japanischen Kampfkunstschulen, ist aber getragen vom Geist eines wohlwollenden gegenseitigen Wachsens und Gedeihens. Daher ist die Übungsweise auch frei von Konkurrenzdenken und Rivalitäten.

Ju no Geiko steht für ein geschmeidiges Üben, kooperativ, wohlwollend, unterstützend. Dies fördert das Verständnis für die exakte Form der Technik und hilft auch bei der Verbesserung von Körperorganisation, Bodenkontakt, Körperhaltung und Atmung. Ein entscheidendes Element ist Entwicklung und Vervollkommnung der körperlichen und geistigen Entspanntheit in der Technikausführung.

Übungshinweis: Anfänger werden sehr viel schneller mit einer Technik vertraut, wenn ein Fortgeschrittener nicht nur den Angriff ausführt, sondern anschließend den Anfänger sorgfältig, optimal und konsequent durch die auszuführende Technik leitet. Damit vermittelt er ihm ein gutes Gefühl sowohl für den richtigen Ablauf als auch für das Ergebnis „seiner" Bewegung und trägt so zu einem guten und schnellen Lernerfolg bei.

Go no Geiko ist ebenfalls kooperativ, wohlwollend, aber herausfordernder in Bezug auf eine zunehmend kräftiger werdende bis sehr starken Krafteinwirkung. Hier werden die korrekte Technikausführung und eine weiterhin optimale Körperhaltung unter erschwerten Bedingungen geübt und getestet. Dabei lässt sich gleichzeitig der Einfluss äußerer Kräfte auf die Grenzen der Entspanntheit sowohl auf der körperlichen als auch auf der geistigen Ebene gut erforschen.

Gelegentlich ist ein unnötiges und fast schon wettkampfartiges blockierendes Verhalten des angreifenden Uke zu beobachten. Dieses muss der Übungsleiter unverzüglich unterbinden. Es stört nicht nur die wechselseitige Entwicklung, sondern hat auch einen sehr negativen Einfluss auf die Übungsatmosphäre.

Diese ersten beiden Übungsmethoden werden aus einer statischen Ausgangssituation heraus geübt.

Dem Vernehmen nach soll beim Aikidogründer Ueshiba bis zum 3. Dan nahezu ausschließlich statisches Kihon-Waza geübt worden sein. Damit korrespondiert eine Interviewaussage von ihm, wonach Graduierungen bis dahin nur „Kinderdane“ seien.

Ryu no Geiko: Eine bewegtere, fließendere Übungsweise, die mehr Dynamik in die Grundtechniken bringt.

Hier erforschen wir den schmalen Grat zwischen Absicht und Erfüllung, den Moment der „Unumkehrbarkeit“, wo auf der geistigen Ebene die Angriffsabsicht bereits vollendet, auf der körperlichen Ebene aber noch nicht erfüllt ist. Dem versuchen wir uns anzunähern durch Empfindsamkeit, konzentriertes Wahrnehmen, Fühlen und Spüren.

Mitori-Geiko: konzentriertes Beobachten von Aikido-Techniken und -Bewegungen bei Demonstrationen oder beim Training. Besonders nützlich für Praktizierende, die nicht aktiv teilnehmen können.

„Richtig“ angreifen

Eine entscheidende Voraussetzung für eine gelingende gegenseitige Unterstützung ist ein korrekt, bewusst und gewollt ausgeführter Angriff in einer für die jeweilige Übung sowie den Partner angemessenen Art und Weise. Darauf ist von Anfang an allergrößter Wert zu legen.

Jeder Angriff beginnt mit der richtigen Angriffsdistanz (Ma-Ai), d.h. der Abstand ist nur so groß, dass zur Überbrückung ein Schritt auf den Verteidiger zu ausreicht.

Die erste Aktion des Verteidigers beginnt mit Kuzushi, der Gleichgewichts-„Irritation“ des Angreifers. Der bemüht sich nun instinktiv um die Wiederherstellung seines Gleichgewichts. Hierbei ist genau in die Reaktion des Angreifers hineinzuspüren *) und die hieraus resultierende Bewegung unverzüglich mit aller gebotenen Körper- und Willenskraft zu begleiten.

Das ist der Umkehrmoment, der den Angreifer durch seinen Aufrichtungsversuch destabilisiert, in die Technik und damit zu Fall bringt.

*)  Das schult die Fähigkeit der Empfindsamkeit.

Der dienstälteste Meister des Aikikai Honbu Dojo, Hiroshi Tada (9. Dan) äußerte sich aus der Erinnerung einer Vorführung einmal sinngemäß: „Ich habe Meister Ueshiba immer mit aller Kraft angegriffen und so schnell es mir möglich war. Als ich meinen Angriff nicht mehr aufhalten konnte, bemerkte ich, er hatte die Angriffslinie längst verlassen.“

Übungspartner

Es ist für Anfänger ungemein förderlich, überwiegend mit den Fortgeschrittensten zu trainieren. Was natürlich nur dort möglich ist, wo die Struktur der Übungsgruppe das hergibt. Eine fehlerhafte Aneignung einer Technik ist später sehr oft nur mühevoll wieder zu korrigieren.

Nicht zu unterschätzende positive Auswirkungen wird auch der aktiven Teilnahme des Übungsleiters am Trainingsgeschehen nachgesagt.

In den verschiedenen Lehrerorientierungen finden sich durchaus auch unterschiedliche Ausprägungen eines Grundlagentrainings. Unabhängig davon gibt es immer eine klar umrissene Kernbasis, auf die bei Bedarf schnell noch mal zurückgegriffen werden kann, wenn also beim aktuellen Übungspartner eine Technik nicht wie erwartet funktioniert.

Darüber hinaus ist es wichtig, auch Ausführungsvariationen dieser Kernbasis ins Grundlagentraining einfließen zu lassen.

Für viele Teilnehmer ist es schwierig, die Konzentration über eine gewisse Zeit hinaus aufrechtzuerhalten. Dabei hat es sich als hilfreich erwiesen, wenn der Übungsleiter immer wieder die konzentrierte Aufmerksamkeit auf ein anderes Detail der Übung lenkt.

In einem Dojo soll ja nicht unbedingt „Gekonntes“ demonstriert, sondern vor allem „Noch-Nicht-Gekonntes“ eingeübt werden.

„Allein zu Haus“ – Soloübungen

Soweit ich mich erinnere, kamen zu meiner Zeit Soloübungen im Dojo nicht allzu häufig vor und gefühlt auch eher nebensächlich. Nach einhelliger Meinung wurden sie als langweilig betrachtet und von daher vernachlässigt.

Das Üben der Grundformen (Suburi) von Stock (Jo) und Holzschwert (Bokken) ist ohnehin nur allein möglich.

Nach meiner heutigen Erfahrung und Überzeugung müssen gerade Soloübungen sehr kenntnisreich und genau von einem guten Lehrer vermittelt werden. Denn wenn wirklich so etwas wie Grundlagenforschung betrieben werden soll/kann – hier findet sie statt.

Oldschool Soloübungen 2003

Hausaufgaben

Vom aktuellen oder bereits zurückliegenden Schulbesuch wissen wir um die nicht gerade beliebten Hausaufgaben. Dabei sollen sie eigentlich zur Vertiefung und zum besseren Verständniss des vermittelten Unterrichtsstoffes führen.

Die Teilnahme am normalen Schulunterricht respektive Aikidotraining reicht nämlich nicht aus für eine gründliche Wissens- bzw. Technikvermittlung. Es wird zwar vermittelt, gezeigt und erklärt, aber die Schüler/Teilnehmer haben nur begrenzte Zeit und Gelegenheit, sich neue Details einzuprägen und hinreichend zu üben und zu verinnerlichen.

Die einzige Möglichkeit, sich Neues wirklich anzueignen, besteht darin, sie außerhalb der normalen Unterrichts-/Trainingsstunden zu üben, entweder direkt vor bzw. nach dem Unterricht oder zu Hause.

Der Aikido-Sensei ist gehalten, die Notwendigkeit persönlicher Übung über den Unterricht hinaus ständig zu erinnern.

Übung macht den Meister

Ist das so? – Nach tradierter Auffassung sollte das so sein. Stimmt aber leider nicht! Denn selbst die 1000fache Wiederholung führt nicht zwangsläufig zu einer besseren Technik, sondern nur dazu, eine falsch ausgeführte Technik immer besser falsch zu machen.

Irgendwann fiel mir zu Hause eine am Vortag nur unzulänglich praktizierte Technik ein, die ich einfach noch mal allein ausprobieren musste. Na ja, sie fühlte sich so unvollkommen an wie am Tag zuvor mit Partner. Und je öfter ich das Ganze wiederholte, desto mehr Kleinigkeiten sind mir bei der inneren Wahrnehmung des äußeren Ablaufs aufgefallen.

Und damit fing meine Arbeit an. In Zeitlupe und in Super-Zeitlupe, testweise auch mal etwas schneller. Und immer wieder fielen mir Punkte auf, die bei der nächsten Wiederholung nochmal und nochmal und nochmal beachtet werden wollten. Bis sie sich dann endlich einigermaßen in das Gesamt-Bewegungsbild eingepasst hatten. Aber dann gab’s gleich den nächsten Punkt. Und dann den nächsten . . . dann wieder einen nächsten . . . und nochmal den nächsten . . . und nochmal . . . und nochmal . . . usw. usf.

Das zeigte mir, nur die genaue und kritische innere Wahrnehmung der äußeren Bewegungsabläufe gestalten im Verbund eine perfekte Übung. Und erst die macht dann später auch den Meister. *)

*) Vince Lombardi (Trainer-Legende, US-American-Football). Weitere interessante Anmerkungen habe ich auf dieser Musik-Webseite gefunden.

Als sehr gute Unterstützung empfand ich die Musik, die noch lief, als ich mit der ersten Soloübung begann. Es war wie beim Tanz, der ja auch besser funktioniert, wenn man sich in den Rhythmus der Musik hineinfallen lassen kann. Selbst halbwegs gebrauchsfähige Tanzschritte können dann sich selbst überlassen werden. Das war bei den Aikidotechniken erstaunlicherweise recht ähnlich.

Damit ist mir bewusst geworden, dass diese Art „Forschung“ die vielleicht wichtigste Form des Aikidotrainings ist. Hinzu kommt, dass man auf keine bestimmten Zeiten festgelegt ist und die Häufigkeit der Wiederholungen einem selbst überlassen ist. Außerdem lässt sich so die Zeit zwischen den Trainingstagen im Dojo sehr gut überbrücken.

Nun müssen die neuen Erkenntnisse und Bewegungsqualitäten nur noch der Nagelprobe im Dojo ausgesetzt werden.

Bewegungsmuster, unsere „Blaupausen“

Bewegungsmuster sind die grundlegenden Blaupausen unseres Körpers, die entscheidend für das Ausführen sämtlicher täglicher Bewegungsvorgänge sind.

Solche Muster entwickeln sich bereits in unserer Kindheit – vom Krabbeln und Robben bis hin zum aufrechten Gang. Jede dieser Bewegungen legt den Grundstein für das komplexe Zusammenspiel von Muskeln, Gelenken und unserem Gleichgewichtssinn.

Diese Prozesse spiegeln das Prinzip des organischen Lernens wider, wie es von Moshé Feldenkrais beschrieben wurde. In den von ihm entwickelten Kursen werden Bewegungen bewusst wahrgenommen und auf ihre Auswirkungen im körperlichen Netzwerk untersucht, um eine effiziente und harmonische, von Leichtigkeit geprägte Bewegungsqualität zu erreichen.

In der bewussten Praxis des Kihon-Waza im Aikido werden solche Bewegungsmuster ebenfalls systematisch erarbeitet und verfeinert. Diese Übungen sind ja nicht nur physische Routinen, sondern auch geistige und sensorische Erfahrungen, die tief in unserem Körpergedächtnis verankert werden sollen.

Ähnlich verhält es sich in anderen Bewegungskünsten und in der Musik: Ein Tänzer lernt die Choreografie durch bewusste Wiederholung, bis jede Bewegung ein stabiles Bewegungsmuster erzeugt hat. Ein Musiker trainiert die von seinem Instrument benötigten Finger, Hände, Arme mit grundlegenden Tonfolgen intensiv und so lange, bis die erzeugten Bewegungsmuster ebenfalls reif für eine Übertragung ins Körpergedächtnis sind. Bei einem Spiel finden die Finger dann ohne bewusstes Nachdenken die für den Ton erforderliche Position.

Körpergedächtnis

Das Körpergedächtnis ist ein faszinierendes Phänomen, das die Summe aller körperlichen Erfahrungen unseres Lebens umfasst. Es beinhaltet nicht nur Körperhaltungen und Bewegungsabläufe, sondern auch Gefühle und Emotionen.

Ein klassisches Beispiel für das Körpergedächtnis ist das Fahrradfahren. Hat man es einmal gelernt und geübt, bleibt diese Fähigkeit auch nach langen Pausen verfügbar.

Die Entwicklung und Verankerung von Bewegungsmustern des Kihon-Waza im Körpergedächtnis erfordert viel Zeit, Geduld und wiederholte Übung. Jede bewusste Wiederholung einer Technik trägt dazu bei, diese immer tiefer ins Körpergedächtnis zu verankern, bis sie Teil unseres instinktiven Bewegungsrepertoires wird – fließend und intuitiv ausführbar, selbst unter Stress oder in unerwarteten Situationen.

Was vergleichbar ist mit alltäglichen Handlungen wie Gehen oder Treppensteigen, die wir ohne bewusstes Nachdenken ausführen.

Das alles ist kein Hexenwerk! Es genügt ein einfaches Erinnern der Feldenkrais’schen Formel

„Fühle und spüre tief hinein,
WIE du machst, was du machst.“

Der Aikidobegründer wird die Begriffe „Bewegungsmuster“ und „Körpergedächtnis“ kaum gekannt haben. Aber was heute damit beschrieben wird, war ihm aus seiner Budotradition sehr wohl bewusst. Denn genau hier heraus leitete sich sein großer Wert auf das exakte und intensive Üben der Grundlagen ab. Leider gibt es von dieser Arbeit in seinem Dojo so gut wie keine veröffentlichten fotografischen Dokumente. Gefilmt und veröffentlicht wurden nur Demonstrationen seiner überragenden Kampfkunst.

Fazit

Kihon-Waza ist keine Anwendung! Es bildet ein Gerüst notwendiger grundlegender technischer Fertigkeiten und Bewegungsfähigkeiten. Gleichzeitig wachsen während des Übens die für Anwendungen erforderlichen körperlichen und vor allem geistigen Potentiale. Damit werden allerdings lediglich die unabdingbaren Voraussetzungen für denkbare Arten von Anwendungen bereitgestellt.

Im Kihon-Waza begegnet man den Techniken in Reinform. Sie verändern in Anwendungen ihre äußeren Konturen, aber niemals ihre innere Struktur.

Funktion gestaltet Form.

Die dargestellten Übungsformen des Kihon-Waza werden idealerweise so lange, so intensiv und vor allem stets konzentriert und bewusst geübt, bis die einzelnen Bewegungsmuster ausbaufähig im Körpergedächtnis integriert sind. Das erfordert Zeit und Hingabe. Aber erst dann ist es möglich, unvermittelt und situationsbedingt optimal zu agieren.

Grundlagenforschung Kihon-Waza - das "Labor" - wie ein Stein auf dem anderen

Eine Stufe baut auf der anderen auf. (Bild: Kadence Templates)

Die Art der Anwendungen wiederum ergeben sich aus den Vorstellungen und Ideen, die mit Aikido verbunden werden. Die Bandbreite reicht dabei vom „Wellness-Aikido“, über kardiovaskuläres sportives Ausdauertraining, kämpferisches Straßenkampf-Aikido (was es streng genommen nicht gibt, sondern wieder in ein XY-Aiki-Ju-Jutsu zurückfällt) bis hin zum Aikido als spirituelle Wegübung, wie vom Begründer eigentlich vorgesehen.


Aber mit welcher Zielvorgabe Anwendungen auch immer geübt werden, an der Grundforderung einer funktionierenden Ausführung ändert sich nichts.

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Ein Kommentar

  1. Herzlichen Dank für diesen Beitrag.
    Habe ihn sowohl gehört als auch gelesen. Wer sich dann noch das
    verlinkte Video anschaut, hat schon mal einen guten Eindruck von
    den Grundlagen des Aikido.
    Der Vergleich mit der Praxis von Instrumentalmusikern stimmt wirklich
    genau. Ein guter Lehrer oder eine gute Lehrerin für die Grundlagen
    ist sehr hilfreich. Die eigenen Finger und sonstigen Körperbewegungen
    in sehr langsamen Abläufen genau zu beobachten und gegebenfalls
    zu verändern, kann auch Fortschritte im Klangergebnis und in der
    Bewegungsökonomie bringen.
    Beim Aikido ist die Musik einfach sichtbar !

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